Suasdey unsere Lieben!
Wie unglaublich brav sind wir eigentlich, dass wir euch schon nach vier Tagen mit einem neuen Post beglücken???
Rekapitulieren wir mal was in den letzten paar Tagen passiert ist. Wir haben Luang Prabang nach einem äußerst stressigen letzten Tag (Flug nach Siem Real gebucht, keine der Kreditkarten hat funktioniert; Bankomatkarte auch nicht; Bank konnte uns nicht helfen; Western Union hatte nicht offen; Online Überweisung ging auch nicht; endlose Telefonate mit der Bank in Österreich; ein misstrauischer Travel Agency Besitzer, der uns mit dem Moped aufgespürt hat, nachdem wir nach eineinhalb Stunden "Geld holen" noch immer nicht zurück waren; Gott sei Dank haben uns unsere neuen deutschen Freunde aus der Misere geholfen, sonst wären wir wahrscheinlich immer noch in Laos!), den Rücken gekehrt und sind seit Sonntag in Siem Reap.
Natürlich ist das WM-Finale nicht an uns vorübergegangen (Juhu Schland!), wobei wir aber sagen müssen, dass unser Highlight des Abends definitiv der Auftritt von Shakira war. Obwohl der Dance Circle,der sich spontan auf der Straße zwischen den Bars gebildet hat, auch nicht schlecht war. Wir haben keine Ahnung wer das initiiert hat, aber plötzlich war er da und als dann ein ca 12-jähriges kambodschanisches Mädchen angefangen hat zu poppen und zu locken wie eine Irre, sind uns die Kinnladen endgültig heruntergefallen.
Heute sind wir schon um Dreiviertel fünf (Ja, in der Früh!!) aufgestanden und natürlich nicht aus Lust und Laune, sondern weil wir uns den Sonnenaufgang beim Angkor Wat geben wollten. Der war leider nicht so spektakulär, denn anscheinend hat das Wetter hier beschlossen uns unseren Aufenthalt so richtig angenehm zu gestalten, also regnet es mal mindestens den halben Tag und den Sonnenaufgang haben wir vor lauter Wolken kaum gesehen.
Jetzt wollen wir aber mal nicht raunzen, denn immerhin hat nicht jeder die Möglichkeit durch Angkor zu spazieren, bevor die ganze Herrlichkeit vollends zerbröselt. Es war -abgesehen von der Hitze und dem Fakt, dass es im gesamten Areal genau eine Pinkelstation gibt- eine einmalige Erfahrung.
Einmalig leider auch in dem Sinne, dass uns zum ersten Mal bewusst geworden ist, wie arg verstrickt in die Tourismusmaschinerie, schon die kleinsten der Kleinen sind. Wenn einen zum zehnten Mal ein siebenjähriges Kind am Ärmel zupft und mit Welpenblick und flehender Stimme einen Dollar für das immer gleiche Postkartenset haben will, mischen sich Mitleid und Genervtheit zu gleichen Teilen und wir sind dankbar für das Privileg der sorgenfreien Kindheit, die wir haben durften.
Morgen werden wir unser neues Nomadenleben fortsetzen und nach Phnom Penh weiterziehen und von dort dann endlich nach Vietnam. Natürlich halten wir euch auf dem laufenden und natürlich seid ihr wie immer herzlich eingeladen zum kommentieren/liken/Senf dazugeben.
Bussibussi,
eure Agolina.















Mein Herz hüpft vor Wiedersehensfreude bei den Fotos, diese Tempelbauten sind so unglaublich schön und beeindruckend. Ihr zwei passt auch gut dazu, so hübsch - ich freue mich für euch!
AntwortenLöschenMama
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